
Trotz eines Rekordhochs bei den Ankünften im griechischen Tourismus geht dieser Anstieg nicht mit einer entsprechenden Steigerung der Tourismuseinnahmen einher. Die Touristen bleiben kürzer und geben weniger Geld aus, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Modells des kostengünstigen Massentourismus aufwirft. Die Studie der Eurobank betont die Notwendigkeit eines Wandels hin zu einem qualitativ hochwertigeren und nachhaltigeren Tourismusprodukt, das die Ausgaben pro Besucher erhöht und zugleich das kulturelle Erbe sowie die natürliche Umwelt schützt.
Zwischen 2010 und 2024 stiegen die Ankünfte zwar eindrucksvoll an, jedoch gingen sowohl die durchschnittliche Aufenthaltsdauer als auch die Ausgaben pro Besucher zurück. Die Einnahmen erholten sich nach der Pandemie deutlich, übertrafen in realen Zahlen jedoch nicht das Niveau von 2019. Die jüngsten Zuwächse bei den Ankünften auf Kreta, den Dodekanes-Inseln und den Ionischen Inseln stehen im Gegensatz zu einem Rückgang auf den Kykladen.
Im ersten Drittel des Jahres 2025 stiegen die Tourismuseinnahmen um 10,6 %, hauptsächlich durch Reisende aus Nicht-EU-Ländern. Während Rückgänge bei Einnahmen aus wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich und Italien verzeichnet wurden, stiegen die Einnahmen aus dem Vereinigten Königreich und den USA. Griechenland bleibt eine der beliebtesten Destinationen der Europäer, mit steigender Nachfrage aus Deutschland und Frankreich.
Das Reiseverhalten verändert sich: Es gibt eine höhere Reisebereitschaft, jedoch mit einem kontrollierten Budget. Eine Tendenz zu frühzeitiger Reiseplanung ist erkennbar; Strandurlaube bleiben die bevorzugte Urlaubsform, und Hotels sind nach wie vor die Hauptunterkunftsart – mit gewissen Unterschieden je nach Land. Das Flugzeug ist weiterhin das bevorzugte Verkehrsmittel, während Reisen mit Partner, Familie oder sogar mit Haustieren zunehmen.
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